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Vom 24. - 31. März 2017 im Alten Rathaus in Einbeck

Diese von jungen Leuten in Dessau  erarbeitete Ausstellung "Zeitzeugenpatenschaften" umfasst sieben Videointerviews sowie verschiedene Tafeln mit Text und Bild mit Überlebenden der von den Nationalsozialisten betriebenen Ghettos und Konzentrationslager und den dazugehörigen Begleitmaterialien. Sie ist speziell  für den Schulunterricht konzipiert worden. Sie wird im Unterricht vorbereitet werden und so zu einem intensiven Lernmodul über die Geschichte unseres Landes werden. Diese Ausstellung soll mind. 1 Woche im Alten Rathaus in Einbeck zu sehen sein, Schulen der Region werden im Vorfeld in die Planungen einbezogen, so dass einige Schulklassen im Unterricht darauf vorbereitet werden können.

Neben der Eröffnung mit den "AustellungsmacherInnen" wird mind. eine Zeitzeugin anwesend sein, die den Besuchern und auch den Schulen zu Gesprächen zur Verfügung stehen wird. Eine musikalische Veranstaltung während der Ausstellung im Alten Rathaus (KLezmermusik z.B.) soll auch die übrige (erwachsene) Bevölkerung verstärkt darauf aufmerksam  machen.  

Die Ausstellung vermittelt ein Spektrum von Verfolgungshintergründen – von politischen bis zu rassistischen Motiven – und ganz unterschiedlichen relevanten Themen und Haftstätten. Die Porträtierten waren zur Zeit des Zweiten Weltkriegs selbst Kinder und junge Erwachsene, der biographische Zugang zu NS und Holocaust ist eine erfolgversprechende Möglichkeit, über persönliche Geschichte zu einem einprägsamen Bild unserer Geschichte zu kommen.

 Der „Verein Kultur im Esel e.V.“ plant die 4. Fahrt in die Gedenkstätte nach Oświeçim/Auschwitz Polen.

Wir sind wieder 5 Tage vor Ort, dieses Mal vom 02. – 06. Juni 2017, über Pfingsten. Die Busfahrt nach Auschwitz startet und endet in Berlin.

 

-Wider das Vergessen-

 Die Befreiung von Auschwitz und den anderen KZ`s liegt nun bereits  70 Jahre zurück. Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, die diesen Wahnsinn überlebt haben und davon berichten können. Deshalb die Idee,  eine Fahrt in das größte Vernichtungslager und seine Gedenkstätte zu organisieren.

Eltern sollen mit ihren Kindern diesen Teil deutscher Geschichte erleben können, sich damit auseinandersetzen und das Erfahrene weiter geben können.

Diese 3. Bildungsfahrt wird vom Auschwitz Komitee in Berlin begleitet, vor Ort wird die Gruppe betreut und Überlebende werden als Gesprächspartner zur Verfügung stehen. Wir wollen uns mit den in Auschwitz erlebten Eindrücken in Gesprächsrunden auseinandersetzen und werden dabei von erfahrenen MitarbeiterInnen der Begegnungsstätte unterstützt. Die Frage wie wir das Erlebte in  unserem Alltag weiter geben könne, wie wir die Erinnerung an dieses Menschenverachtende System wach halten können wird uns ebenso beschäftigen, wie die Vermittlung des hier Erlebten und  der hier dokumentierten  Fakten deutscher Geschichte an unsere Kinder und andere.

Ein Austausch mit polnischen Erwachsenen und Jugendlichen, sowie eine Stadtbesichtigung von Krakau sind ebenfalls Teile des Programms.

Die Fahrt geht mit dem Bus  am Donnerstag (Himmelfahrt), 05.Mai 2016 früh in Northeim/Einbeck  los und endet am Montagabend, d. 09. Mai wiederum in Northeim/Einbeck. Wir übernachten 4 Nächte im Gästehaus der Jugendbegegnungsstätte in Auschwitz und  werden dort auch voll verpflegt.

Es gibt nur eine begrenzte Zahl von Doppel- und Einzelzimmern, sonst auch 3-, 4- und 5- Bettzimmer.

Je nach Bezuschussung und Teilnehmerzahl  werden die Kosten zwischen  270,- und 330 ,- € pro  erwachsenem Teilnehmer liegen. Für die teilnehmenden Jugendlichen soll  der Beitrag 100,-€ nicht übersteigen, das hängt aber von der Bezuschussung ab.

Darin sind die Fahrt im Reisebus nach Auschwitz  ab Northeim, Hin- und zurück , die Fahrtkosten im Bus vor Ort,  die 4 tägige Unterkunft, 3 Mahlzeiten am Tag, die beiden Führungen in der Gedenkstätte, ein Gespräch und Vortrag eines Zeitzeugen, Betreuung vor Ort, ein Ausflug nach Krakau (inkl. Stadtführung und Essen im Restaurant) enthalten.

 Einbecker Morgenpost vom 06. Juli 2015

 

»Wenn man da gewesen ist, vergisst man es nicht mehr«

 

 

»Wider das Vergessen«: »Kultur im Esel« war zum zweiten Mal im früheren Konzentrationslager Auschwitz

 

 

 

Sülbeck. Die Reise hat alle Teilnehmer tief beeindruckt: Zum zweiten Mal hat der Verein »Kultur im Esel« eine Bildungsfahrt »Wider das Vergessen« in die Gedenkstätte ins Konzentrationslager

Auschwitz in Oswiecim in Polen unternommen.

Im Rahmen eines Nachtreffens ließen viele Mitreisende das Erlebte noch einmal Revue passieren. Mehr als 40 Teilnehmer waren dabei, davon 16 Franzosen.

Die unterschiedliche Geschichte der Mitreisenden aus beiden Ländern hat zu interessanten Gesprächen in der Gruppe geführt. Die gemeinsame Fahrt sei eine gute Idee gewesen, hieß es.

Die Fahrt wurde mit Unterstützung des Auschwitz-Komitees in Berlin vorbereitet, vor Ort wurde die Gruppe betreut, und Überlebende standen als Gesprächspartner zur Verfügung. Die Gruppe war zu Gast in der Jugendbegegnungsstätte Auschwitz, die Teil der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers ist. Mitarbeiter haben die Besucher begleitet und durch die Anlagen in Auschwitz

in Birkenau geführt. Mit den in Auschwitz gewonnenen Eindrücken haben sich die Mitreisenden in Gesprächsrunden auseinandergesetzt, sie wurden von erfahrenen Mitarbeitern der Begegnungsstätte

unterstützt. Die Frage, wie sie das Erlebte im Alltag weitergeben können, wie die Erinnerung an das menschenverachtende System wach gehalten wird, wird alle ebenso beschäftigen wie die Vermittlung des Erlebten und der dokumentierten Fakten deutscher Geschichte, beispielsweise an die folgenden Generationen. Ein Austausch mit polnischen Erwachsenen und Jugendlichen war ebenfalls Bestandteil des Programms.

 

Die Führungen durch das Lager Auschwitz I und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, die jeweils fünf Stunden dauerten, wurden von sehr kompetenten, einfühlsamen und ausgebildeten Guides begleitet, die auf alle Fragen eingegangen sind. Führungen und die Gespräche in der Gruppe haben einen unglaublichen Eindruck davon vermittelt, mit welcher Akribie und bürokratischen Planung der Mord an über 1,6 Millionen Juden, Sinti, Roma, Homosexuellen und politischen Häftlingen durchgeführt wurde. Vielen ist auch erst in diesem Rahmen klar geworden, wie viele tausend SS-Angehörige, Aufseher, Ärzte und anderes Personal in diesem Lager an der Vernichtung von  Unschuldigen Frauen, Männern und Kindern beteiligt waren: immerhin bis zu 8.000 Menschen, von denen aber nicht einmal 50 rechtskräftig verurteilt seien. Eine umfassende logistische Dimension steckte hinter dieser Todesmaschinerie, mit der es auch über die Kriegsjahre noch gelang, Züge teilweise quer durch Europa dorthin fahren zu lassen: »Dass Menschen so etwas tun können ...«, das dachten die Teilnehmer immer wieder. Von langer Hand seien diese Maßnahmen vorbereitet, und dass so viele davon nichts gewusst haben wollen, erscheine fraglich. Im Nachkriegsdeutschland sei dieses Problem intensiv verdrängt und während der 50er und 60er Jahren nicht verarbeitet worden bis hin zur Weigerung, sich dem überhaupt zu stellen.